Volmarstein  ·  Bachstraße 37

Villa Carl‑Friedrich‑Schroeder erbaut Anno 1860

ein architektonisches und industrielles Zeitzeugnis
Damals ·
Aufnahme von 1914

Warenzeichen der damaligen Fabrik „C.F. Schroeder". In der Mitte ist die Villa zu sehen, vermutlich um 1910, rechts oben die Schroederschen Werke in der unteren Bachstraße in Wetter-Volmarstein. Links die Fabriken des Zweigwerks in Hückeswagen.

Schon kurz nach Beginn des ersten Weltkriegs wurde die Firma C.F. Schroeder angehalten, kriegsrelevantes Material herzustellen und zur Verfügung zu stellen. Dazu gehörte zuerst der Oberbau von Eisenbahntrassen, später unter anderem die Herstellung von Granatköpfen.

C.F. Schroeder war zu dem Zeitpunkt bereits als extrem leistungsfähiges mittelständiges Familienunternehmen bekannt, das 30 Millionen Vorhängeschlösser pro Jahr herstellte. Langfristige Verträge, die nach 1918 von der Deutschen Reichsbahn übernommen wurden, verhalfen dem Unternehmen zu internationalem Einfluss.

Mit der Weltwirtschaftskrise und schlagartig einbrechender Nachfrage musste C.F. Schroeder 1928 Konkurs anmelden. Betroffen waren Werke in Hückeswagen, Velbert und Volmarstein. Die etwa 1000 arbeitssuchenden Fachkräfte in Volmarstein gründeten und fanden neue Arbeitgeber und bildeten die Grundlage der heute noch existierenden Unternehmen ABUS und BURG‑WÄCHTER.

Im Kataster ·
Aus einem historischen Katasterbuch des Kreisarchivs Schwelm  ·  erster Eintrag zur Villa, 1865
Im Wohnzimmer ·
Aufnahme von ca. 1920  ·  nachträglich coloriert
Drei Generationen Schroeder ·
C. F. Schroeder sen.  ·  C. F. Schroeder jun.  ·  Eberhard Schroeder
Heute ·
Weitere Ansichten ·